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Was ist Kunsttherapie IHK

Personen- und Lösungsorientierte Maltherapie sind anerkannte, eigenständige kunsttherapeutische Methoden ( Entwicklung durch Dr. phil. Bettina Egger, Schülerin von Arnold Stern und Jörg Merz, lic. phil. aus Zürich). Durchs Malen, also aktiv handelnd, kann der Klienten zu einer Veränderung kommen. Der Maltherapeut begleitet aktiv die Malenden in ihrem Entwicklungsprozess. Diese Therapieform kann man überall anwenden. Zum Beispiel bei Kindern, Erwachsenen, Menschen mit einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung, betagte Menschen, Menschen mit einer verminderten Intelligenz, Kranken und Gesunden. Das Setting ist klar definiert. Die Farben sind hochqualitativ und dickflüssig, weil abdeckend gemalt wird. In der Regel malt der Klient mit der linken Hand. Der Therapeut arbeitet mit dem Klienten auf drei Ebenen: die Therapeut-Klient-Beziehung, die Arbeit am Bild und der Prozess. Beziehungsebene: In der Beziehung kristallisieren sich die Muster des Klienten und können so bewusst gemacht werden. Der Therapeut unterstützt den Klienten in seinem Prozess durch eine Haltung von Empathie, Kongruenz und Akzeptanz. Er nimmt als Werkzeug das aktive Zuhören, das Spiegeln und macht mit dem Klienten klare Abmachungen. Der Therapeut bemüht sich, auch wenn Gefühle zugelassen werden, möglichst wertfrei und wertschätzend zu beobachten. Bildebene: Der Therapeut interpretiert auf keinem Fall das Bild und die Bildelemente. Das Bild wirkt selber und wird höchstens geklärt. Es wird nicht mit Symbolen gearbeitet. Symbole entstehen nach dem Denken und sind gefestigte Ideen, die durchs Malen noch fester gemacht werden. Das Bestreben des Therapeuten ist, dass die kurze Zeit ausgenutzt wird, bevor das Gehirn eingeschaltet wird. Dort wo wir, die Menschen, Freiheit haben, dem kreativen Prozess zu folgen. Hier hat man die Möglichkeit des Umdenkens und der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten. Wir arbeiten mit den Metaphern. Der Klient malt langsam, wird ermutigt, dass er mit dem Bild in Kontakt kommt und bleibt. Ein spezielles Augenmerk wird auf den ersten Impuls geworfen, sowie die Brüche im Bild. Die Bilder sollen realistisch sein – ein Schwein ist nicht grün. In solchen Fällen kommen die Interventionen zu Stande. Durch Fragen wird das Bild geklärt. Denn oft sind die „Unstimmigkeiten“ eine festgefahrene Meinung, Vorstellung, Wertung. Der Klient entscheidet sich, ob er dem Verworfenen eine Chance gibt. Unser Anliegen als Therapeut ist, dass diese Entscheidung reflektiert wird seitens des Klienten. Der Prozess ist ein Spiegel, wie der Klient seine Lebensaufgaben angeht. Hier können Blockaden, Vermeidungsstrategien erkannt und neue Wege ausprobiert werden. Dadurch wächst das Selbstvertrauen. Allgemein zur Therapieform: Die Therapieform kann in Einzelsettings, aber auch in Gruppen angeboten werden.

Was ist IP

Die Individual Psychologie wurde von Alfred Adler (1870-1937) gegründet. Sie ist eine der drei klassischen Richtungen der Tiefenpsychologie. Im Vergleich anderen Psychologien ist die Individual Psychologie eine Alltags- und Gebrauchs-Psychologie, die den Mensch als ein Individuum, unteilbar und ganzheitlich ansieht. Jeder Mensch ist ein soziales Wesen, das in untrennbarer Beziehung zu anderen steht, nach Gleichwertigkeit und Zugehörigkeit strebt. Jede Person lebt zielgerichtet und trifft eigene Entscheidungen auf Grund ihrer Ziele. Dadurch ist jeder selbst verantwortlich für sein eigenes Tun.

 Der Begriff „Lebensstil“ spielt in der individualpsychologischen Therapie eine Schlüsselrolle. Das liegt daran, dass die Individualpsychologen annehmen, dass das Konzept der unbewussten Überzeugungen und Erwartungen, welche das Kind sich in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren bildet (das Lebensstil genannt wird), das Verhalten des Menschen für sein ganzes weiteres Leben weitgehend bestimmt. Das Verstehen des eigenen Verhaltens und der zugrundeliegenden Motivationen hängt deswegen eng mit der Erkenntnis des persönlichen Lebensstils zusammen.

Der Begriff „Lebensstil“ ist nicht Synonym mit Verhalten. Der Mensch hat innerhalb seines Lebensstils einen breiten Spielraum, sein Verhalten zu ändern. Der Lebensstil bleibt relativ konstant. Mit Hilfe einer Psychotherapie und auch durch sehr eingreifende Erlebnisse des Lebens selbst können Veränderungen im Lebensstil auftreten.

„Die Überzeugungen und Schlussfolgerungen über sich selbst, über andere und das Leben, die es sich zurechtlegt, akzeptiert das Kind, als ob sie wahr wären, obwohl es eigentlich Fiktionen sind. Es sind subjektive Wertschätzungen, Vorurteile, Verabsolutierungen und keine objektiven Realitäten. Kinder sind gute Wahrnehmer, jedoch durch ihre beschränkten Erfahrungen und das anfängliche Fehlen des logischen Denkens sehr mangelhafte „Deuter“. Deswegen finden wir in dem persönlichen Lebensstil aller Menschen den Faktor der Voreingenommenheit, der „privaten Logik“, welcher sich nicht mit dem „gesunden Menschenverstand“ deckt. Trotzdem sprechen wir bei einem Lebensstil nicht von richtig oder falsch, von normal oder anormal. Der Lebensstil wird als die Brille betrachtet, wodurch der Mensch sich selbst in Beziehung zur Umwelt sieht.“

Ausschnitt aus „Ja…, aber!“ von Theo Schoenacker.


Es ist nie zu spät, … aber immer höchste Zeit.“ Erik Blumenthal